In Berlin streiten Eltern und Senat über die Fianzierung von Schulhelfern für behinderte Kinder
Von Johann Osel, 18.August 2009
Mogelpackung Inklusion
Eltern kritisieren Kürzung von Schulhelferstunden
Von Anne Britt Arps
Nicht für alle Schüler verheißt der erste Schultag Gutes. Kinder mit Behinderungen, die bislang von Schulhelfern im Unterricht individuell betreut wurden, müssen um ihre pädagogische Förderung bangen. Zum Schuljahresbeginn hat hat der Senat das Kontingent für Schulhelferstunden gekürzt, kritisieren Elternverbände.
»Für viele autistische Kinder und Kinder mit anderen schweren Beeinträchtigungen ist eine Beschulung, die Schulpflicht und Schulrecht entspricht, nach den Ferien nicht mehr gewährleistet – auch nicht mehr in sonderpädagogischen Förderzentren«, befürchtet das Elternzentrum Berlin. Teilweise müssten die Kinder sogar zu Hause bleiben und von den dadurch arbeitsunfähig gewordenen Eltern betreut werden.
Berlin, den 19.08.2009
Wir bitten Sie herzlich, die Berliner Schulkinder mit Behinderungen durch eine Spende zu unterstützen und somit zu helfen, ihnen das Recht auf adäquate Bildung zu erhalten!
Betrifft: Spendenaufruf für eine ganzseitige Informationsanzeige in einer renommierten Tageszeitung zum Thema „Ich will und kann lernen.“ Schulhelfer: Gegen die Sparmaßnahmen des Berliner Senats!
Sehr geehrte Damen und Herren,
unsere Kinder sind darauf angewiesen, dass sie in der Schule von speziellen Helfern begleitet werden. Nur so ist ihnen eine Schulausbildung möglich, und nur so haben sie in ihrem Leben eine Chance auf eine Ausbildung wie andere Kinder auch.
Die Berliner Regierung, bestehend aus SPD/Die Linke, hat mit ihren Sparmaßnahmen gegenüber Kindern mit schweren Behinderungen an ALLEN Lernorten diese Möglichkeiten nun beschnitten, teilweise sogar ganz eingestellt.
Der Berliner Senat setzt seine finanziellen Prioritäten anderswo: Stadtschloss (32 Mio. €), Kunsthalle (30 Mio. €), Stadt- und Landesbibliothek (270 Mio. €), SchülerDatei (22 Mio. €) und U-Bahn 55 (Anteil 100 Mio. €).
Für viele autistische Kinder und Kinder mit anderen schweren Beeinträchtigungen ist eine Beschulung, die Schulpflicht und Schulrecht entspricht, nach den Ferien nicht mehr gewährleistet – auch nicht mehr an Sonderpädagogischen Förderzentren. Die Kinder haben ein Recht auf Bildung, müssen nun aber – zumindest teilweise – zu Hause bleiben, oftmals sogar einschließlich eines dann nicht mehr arbeitsfähigen Elternteils, welches die Betreuung übernehmen muss!
Mit den jetzigen Kürzungen und Streichungen der Schulhelferstunden setzt der Senat die Gesundheit und das Leben von Kindern aufs Spiel, und perspektivisch aufzubauende Integrierbarkeit ist schlicht unmöglich.
Hier weiterlesen…der Brief kann sehr gern an mögliche Interessenten weitergeleitet werden!
Hier spenden: http://bildung.elternzentrum-berlin.de/
Lernerfolge bleiben aus
SCHULE Jahr für Jahr kämpft Doreen Kröber um Schulhelfer für behinderte Kinder. Hat sie keinen Erfolg, heißt das für sie: den Job aufzugeben, damit sie ihren Sohn betreuen kann
INTERVIEW ALKE WIERTH
» Kleine Anfrage des Abgeordneten Özcan Mutlu (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) am 12.08.2009
Stellt der Senat das Recht auf Bildung von schwerstmehrfachbehinderten SchülerInnen sicher?
Ich frage den Senat: (weiterlesen…)
Buchautorin mit Aspergersyndrom, schrieb in einem Offenen Brief am 16. März 2008 an Bildungssenator Prof.Dr.Zöllner: "Schulhelfer, Sonder-
pädagogen und Betreuungspersonen sind Hoffnungsträger für so viele Menschen. Sie sind Rettungsanker aus der ewigen Stummheit, aus der Einigelung in eine eigene Welt und Wegweiser und Begleiter in ein freieres, selbstbestimmtes Leben."
© Elternzentrum Berlin e.V. 2009
Recht auf adäquate Bildung autistischer Kinder und Kinder mit anderen Behinderungen
Sparmassnahmen des Berliner Senats
Elternprotest
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