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Elternbrief 9 – 11.09.09

Freitag, 11. September 2009

Fehlender Schulhelfer Carl-von-Linné Schule

Beantragt waren für Eve Alicia. (Asperger-Syndrom) 10 Stunden die Woche und bekommen hat sie 0, in Worten NULL .

“Sie ist 6 Jahre und jetzt in der 2. Klasse. Wie mir ihre Lehrerin und Therapeutin berichtet haben, war der Start ins neue Schuljahr ohne Schulhelfer sehr schwierig……”

„Ich werde das nie schaffen! Ich bin ein Versager!“

So schallt es unter lautem Weinen aus der Klasse 2d der Carl-von-Linné Schule in Lichtenberg. Die Kinder der Klasse halten sich die Ohren zu. Die Lehrerin sowie auch die Erzieherin versuchen das verzweifelte Mädchen zu beruhigen. Circa 10 Minuten dauert es, dann kehrt wieder Ruhe ein und der Unterricht kann erst einmal weitergehen….

Brief an Bundespräsident Köhler

Brief an Senator Zöllner

Elternbrief 8 – 10.09.09

Donnerstag, 10. September 2009

Anonymisiert (Kontaktdaten über Schulhelfer_Berlin[AT]arcor[DOT]de)

Charlottenburg-Wilmersdorf Schulhelfer Eosander Schinkel Schule

Wir haben für unsere Tochter (seit 2 Jahren Diabetes) zum frühestmöglichen Zeitpunkt einen Schulhelfer beantragt. Die Mitarbeiterin im Förderzentrum sagte uns, dass unsere Tochter auf jeden Fall einen Schulhelfer bekommt.

Die Stellungnahme vom Gesundheitsamt liegt uns ebenfalls vor, in der steht:

“Es ist für die Lehrerinnen und Erzieherinnen der aufnehmenden Schule – zumindest in den ersten beiden Schuljahren unbedingt erforderlich, dass sie die Unterstützung einer Schulhelferin erhalten, denn es erscheint ausgeschlossen, dass eine Person zugleich unterrichtet bzw. betreut und zusätzlich E. beobachtet und einschätzt, ob sie evtl. unterzuckert ist. Zur Absicherung aller Beteiligten und bis zu dem Zeitpunkt, an dem E. ihr körperliches Empfinden selbständig und zuverlässig einschätzen kann, ist der Einsatz einer
Schulhelferin dringend geboten.”

Auf Nachfrage haben wir eine Woche vor Schulbeginn von der Schule erfahren, dass ein Schulhelfer nicht genehmigt worden ist, weil kein Geld mehr zur Verfügung steht. Weder wir noch die Schule haben darüber eine schriftliche Mitteilung bekommen, obwohl wir eine schriftliche Entscheidung erbeten haben.

Unsere Tochter nimmt eine Hypoglykämie nicht wahr und meldet sich entsprechend auch nicht, wenn ihr geholfen werden muss. Insofern bedarf sie einer permanenten Überwachung.
Jedes mal, wenn sie etwas isst muss Blutzucker gemessen und Insulin gespritzt werden. Wenn es unserer Tochter zwischen den Mahlzeiten nicht gut geht, oder ihr Verhalten auffällig wird, sind zusätzliche Blutzuckerkontrollen erforderlich. Bei zu hohen Blutzuckerwerten muss korrigiert werden, dass Abgleiten in eine Hypoglykämie muss verhindert werden.

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Elternbrief 7 – 03.09.09

Montag, 07. September 2009

Mein Sohn soll & kann lernen und nicht betreut werden.

Maximilian H.Maximilian / Panke Schule

Am Montag war der erste Schultag für meinen Sohn in einer neuen Klasse!

Er ist nicht Schulanfänger, sondern besucht jetzt die Abschlussstufe in einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Maximilian, ist frühkindlicher Autist und schwer betroffen. Er ist nonverbal, kommuniziert aber gestützt, ist stark verhaltensauffällig und hyperaktiv. Seit neun Jahren wird er durch einen Helfer begleitet, niemand zweifelte jemals an der unbedingten Notwendigkeit einer spezifischen, ausgebildeten und vertrauten Schulbegleitung in der Schule. Gerade hinsichtlich gestützter Kommunikation, sie ist ohne geschulten Helfer schlicht nicht mehr umzusetzen – Max DARF NICHT MEHR SPRECHEN!

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(Standard)Antwort des Senats auf Elternbrief 3

Montag, 10. August 2009

…so nach und nach trudeln bei den betroffenen Familien sich kaum unterscheidende, standardisierte Antwortschreiben des Senats für Bildung, Wissenschaft und Forschung ein.
Ein jährlicher “Founder’s Day*” für die Entscheidungsträger von SenFin und SenBWF wäre sicher effektiver als auf Papierberge zu schauen die der Realität nicht entsprechen!

Anschreiben E-Mail:
“Sehr geehrte Frau Hennersdorf, sehr geehrter Herr Senator Zöllner,
ich bedanke mich für die Übersendung Ihres Antwortschreibens durch Frau Lüth im offenen Format, dieses macht die Beantwortung mit direktem Bezug möglich.
Meine Standpunkte und Ergänzungen zu den von Ihnen gemachten Ausführungen habe ich, farblich hervorgehoben, in Ihren Brief eingefügt.

Beginn des Briefes:

Sehr geehrte Frau …,
vielen Dank für Ihre Schreiben bezüglich der schulischen Situation von Kindern mit schweren Behinderungen sowie der Ihres Sohnes …, um deren Beantwortung mich Herr Senator Zöllner gebeten hat.

Sehr geehrte Frau Hennersdorf,
den Dank für ihren Standardbrief erspare ich mir an dieser Stelle! Ich las ihn bereits vor ein paar Tagen bei einer anderen Familie. Man kann daran gut erkennen, wie viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung sie den aufgezeigten Problemen entgegenbringen…

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*Founder’s Day = Jeder Entscheidungsträger sollte 1x im Jahr einen Tag an der realen Basis arbeiten, z.B. die Bildung und Betreuung eines frühkindlichen Autisten (= Kanner Autismus) in einem Förderzentrum übernehmen bzw. dieses auch sicherstellen!

Elternbrief 6 – 10.08.09

Montag, 10. August 2009

OFFENER BRIEF AN HERRN PROF. ZÖLLNER

10.08.2009

Betr.: Streichung der Schulhelferstunden bei meiner Tochter

Sehr geehrter Herr Prof. Zöllner,

hiermit möchte ich Sie darüber in Kenntnis setzen, dass durch Sie die von Ihnen veranlassten Streichung der Schulhelferstunden dafür sorgen, dass meine Tochter … nicht mehr die Schule besuchen kann. … besuchte bislang die Parzival- Schule in Zehlendorf.

Damit nehmen Sie einem schwerstmehrfachbehindertem Kind mit begrenzter Lebenserwartung, Tracheostoma und Magensonde das Recht auf Bildung und Teilhabe am Leben, was der von der UN 2006 beschlossenen „Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“, die auch von der Bundesrepublik verpflichtend seit März 2009 anzuwenden sind, widerspricht.

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Nicole Schuster,

Buchautorin mit Aspergersyndrom, schrieb in einem Offenen Brief am 16. März 2008 an Bildungssenator Prof.Dr.Zöllner: "Schulhelfer, Sonder-
pädagogen und Betreuungspersonen sind Hoffnungsträger für so viele Menschen. Sie sind Rettungsanker aus der ewigen Stummheit, aus der Einigelung in eine eigene Welt und Wegweiser und Begleiter in ein freieres, selbstbestimmtes Leben."

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