Senat setzt seine Prioritäten!!! Nur wofür???
Nur am Rande:
Ausbau A 100 ca. 440 Mio Euro!
Stadtschloss gesamter Kostenrahmen von 552 Mio Euro!
Kunsthalle ca. 30 Mio Euro!
Stadt- und Landesbibliothek ca. 270 Mio Euro!
SchülerID – die Datei kostet ca. 22 Mio Euro!
UPDATE: neue U-Bahn 55, Eröffnung 08.August 2009,
3 Stationen – 320 Mio Euro
…in der Hauptstadt!
Der Militäretat der Bundesrepublik ist auf dem höchsten Stand seit Jahren = 31,2 Milliarden Euro!
Rettungspacket HRE = 50 Milliarden Euro!
Welchen Anteil hat hier die Hauptstadt???
…und, und, und.
…gefunden: “Der Haushaltsausgleich erfolgt durch Einsparungen im Gesundheits-, Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich”
Am vergangenen Wochenende bat das Elternzentrum Berlin e.V. im Namen der Mitglieder des Elternzentrum, im Namen des Berliner Elternkreises autistischer Kinder, des Netzwerk Förderkinder und im Namen aller betroffenen Berliner Familien von Kindern mit Behinderungen um Unterstützung.
“Das Elternzentrum Berlin e.V. – Autismus und andere tiefgreifende Entwicklungsstörungen fordert den Berliner Landeselternausschuss und den Landesschulbeirat auf:
ENDLICH für die Berliner Kinder mit schweren Behinderungen in allen Schulformen öffentlich Stellung zu beziehen und somit diesem ungeheuerlichen Sparwahn zu Lasten der am schwersten beeinträchtigen Kinder entgegen zu treten!”
John Frederick Knight – will lernen wie jedes andere Kind, aber kann das nur mit einem Schulhelfer
Am 31. August 2007 wurde mein Sohn an der Helene-Haeusler-Schule, einem Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt “Geistige Entwicklung”, eingeschult. Die Einschulungsfeier fand in der Aula im ersten Stock des Schulgebäudes statt. Im Laufe der Feier öffnete ein Elternteil unbedarft ein Fenster, um frische Luft hineinzulassen. John rannte sofort los und wurde durch Glück und Geistesgegenwart gerade noch rechtzeitig von der Fensterbank gezogen, bevor er aus dem Fenster springen konnte. John ist motorisch sehr aktiv und fit – bei fehlendem Gefahrenbewusstsein. Man kann ihn keine einzige Sekunde aus den Augen lassen, ohne seine Gesundheit und sein Leben zu gefährden.
Herrn
Erhard Laube
Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Leitung Abt. I
Beuthstr. 6 – 8
10117 Berlin
Berlin, den 16.07.2009
Offener Brief zur Schulhelfer-Problematik 2009
Sehr geehrter Herr Laube!
Für alle Eltern, die sich in der Thematik engagiert haben und engagieren, sowohl zu Beginn des soeben beendeten Schuljahres, wie auch in der Zeit danach bis in die Gegenwart, ist der ganze Sachverhalt bei weitem kein reiner Zeitvertrieb. Wir Eltern könnten und würden die dafür investierte Zeit sicherlich lieber mit unseren Kindern verbringen. Nur erkennen wir eindeutig, daß wir unsern Kindern lieber jetzt helfen, statt die langfristigen Konsequenzen und Folgen in Kauf zu nehmen. Unsere Kinder sind teils geistig beeinträchtigt, teils körperlich, teils beides. Eins haben sie alle gemeinsam: keines dieser Kinder möchte “nichts” lernen. Unsere Kinder haben Spaß am Lernen. Sie entwickeln Freundschaften und Bindungen, einige schneller, andere langsamer.
Sehr geehrter Herr Linne, sehr geehrter Herr Laube, sehr geehrte Frau Lüth, sehr geehrte Frau Hennersdorf,
bezugnehmend auf das/unser Gespräch der Elternvertreter des Elternzentrum Berlin e.V. am 23. Juni 2009 im Senat für Bildung, Wissenschaft und Forschung:
Erinnern Sie sich noch an eine der letzten Fragen meinerseits?
“Wenn ich sie richtig verstehe, bedeutet das beispielsweise für meinen Sohn:
– schwerer frühkindlicher Autismus, nicht sprechend
– erfüllt alle Anspruchsvoraussetzung für den Einsatz eines Schulhelfers
– Schule bestätigt explizit den dringenden Einsatz des Schulhelfers, Klassenlehrerin bestätigt den dringenden Bedarf
– kommuniziert NUR unterstützt, mit Hilfsmitteln über seine Helferin in die Außenwelt (fehlt die Helferin, bricht der “Dolmetscher” weg
– es folgen Aggressionen durch Frustrationen = klassisch frühkindlich autistisch!)”
Ihre Antwort lautete: “Ja, dann ist alles erfüllt, ihr Kind bekommt einen Helfer.”
Buchautorin mit Aspergersyndrom, schrieb in einem Offenen Brief am 16. März 2008 an Bildungssenator Prof.Dr.Zöllner: "Schulhelfer, Sonder-
pädagogen und Betreuungspersonen sind Hoffnungsträger für so viele Menschen. Sie sind Rettungsanker aus der ewigen Stummheit, aus der Einigelung in eine eigene Welt und Wegweiser und Begleiter in ein freieres, selbstbestimmtes Leben."
© Elternzentrum Berlin e.V. 2009
Recht auf adäquate Bildung autistischer Kinder und Kinder mit anderen Behinderungen
Sparmassnahmen des Berliner Senats
Elternprotest
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