Nr. 3 von Dienstag, dem 15.09.2009
Vereinigung der Berliner Schulleiterinnen und Schulleiter in der GEW (VBS)
Alle Jahre wieder: Was ist dem Senat die Integration von Kindern mit Behinderung wert?
Seit Wochen gibt es Meldungen, dass die Ausstattung der Schulen mit Schulhelfern nicht ausreicht, um alle betroffenen SchülerInnen zu versorgen.
Die Schulleitervereinigung der GEW BERLIN (VBS) hat in dieser Woche eine Umfrage an Berliner Schulen zur Versorgung mit Schulhelfern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass in 70 Prozent der allgemeinen Schulen die Stundenzuweisung nicht ausreicht. Die Kürzungen zum Vorjahr sind z.T. erheblich und viele Schulen geben an, die Beschulung der Kinder mit Behinderung nicht mehr verantwortlich gewährleisten zu können. Die Folge wird ein vermehrtes Umschulen in Sonderschulen sein.
Eltern sind in Sorge und Aufregung, Kinder verunsichert und schlecht bis gar nicht versorgt, Schulleitungen wieder einmal dabei, den Mangel gleichmäßig zu verteilen und Abhilfe zu fordern, SchulhelferInnen stehen mit stark gekürztem Einkommen da oder sind gekündigt. Das ist eine Zumutung!
1,5 Millionen Euro müsste der Senat zusätzlich investieren, um die gesellschaftlich und politisch gewollte Inklusion von SchülerInnen mit Behinderung in diesem Schuljahr sicher zu stellen. Eine vergleichsweise geringe Summe. Auch Berlin ist verpflichtet die UNKonvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung umzusetzen und sich auf den Weg zu einer inklusiven Bildung zu machen.
Ellen Hansen, Schulleiterin der Werbellinsee-Grundschule: „Wir können es uns nicht leisten, jedes Schuljahr mit dem Streit um die notwendigen Ressourcen in so einem sensiblen Bereich zu beginnen. Wir erwarten, dass das Budget an den tatsächlichen Bedarf der korrekt gestellten Schulhelferanträge angepasst wird. Das Abgeordnetenhaus in der Gesamtheit seiner Abgeordneten muss die Entscheidung des Finanzsenators korrigieren!“
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Buchautorin mit Aspergersyndrom, schrieb in einem Offenen Brief am 16. März 2008 an Bildungssenator Prof.Dr.Zöllner: "Schulhelfer, Sonder-
pädagogen und Betreuungspersonen sind Hoffnungsträger für so viele Menschen. Sie sind Rettungsanker aus der ewigen Stummheit, aus der Einigelung in eine eigene Welt und Wegweiser und Begleiter in ein freieres, selbstbestimmtes Leben."
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