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TAZ 14.09.09 – Zur gleichen Zeit wird die Schülerkartei eingeführt und verschlingt Millionen

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“Der Rollstuhl war wie eine Befreiung”

EINSATZ FÜR BEHINDERTE Mit seinem Leben im Rollstuhl kommt Martin Marquard gut zurecht. Weniger positiv fällt die politische Bilanz aus, die der Landesbeauftragte für behinderte Menschen zieht, der nach zehnjähriger Amtszeit in den Ruhestand geht……..

“…..Aber schon in der Schule fängt es an mit dem Aussondern. Zum Schulanfang gibt es gerade die Debatte, dass es nicht genug Schulhelfer gibt für Kinder mit Behinderung. Diese Diskussion kommt jedes Jahr wieder. Warum?

Es ist eine reine Geldfrage. Wir haben uns an den Schulsenator Jürgen Zöllner gewandt, dass dies schnellstens in Ordnung gebracht werden muss. Berlin hat eine sehr widersprüchliche Schulpolitik: Einerseits haben wir ein gutes Schulgesetz, das Inklusion fördert. Die praktische Umsetzung ist aber eine andere Sache – die endet nämlich wie so oft an den finanziellen Grenzen. Trotzdem haben wir 35 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die Regelschule integriert.

Ist das ein guter Wert?

Der Durchschnitt in Deutschland liegt zwischen 15 und 16 Prozent.

Also fällt die Berliner Bilanz positiv aus?

Seit Jahren werden die Mittel nicht aufgestockt. Es gibt darum immer weniger Pädagogen für immer mehr bedürftige Kinder. Das ist für mich eine indirekte Kürzung. Aktuell fehlen mindestens 1,5 Millionen Euro für Schulhelfer für behinderte Kinder. Zur gleichen Zeit wird die Schülerkartei eingeführt und verschlingt Millionen. Da kann man sich fragen, was das soll. Insgesamt muss man leider sagen, dass wir im Bildungsbereich in den letzten zehn Jahren keine Fortschritte gemacht haben, eher Rückschritte.”

hier gefunden

Dieser Beitrag wurde am Montag, 14. September 2009 um 12:19 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Medien abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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Sei

Kat

Nicole Schuster,

Buchautorin mit Aspergersyndrom, schrieb in einem Offenen Brief am 16. März 2008 an Bildungssenator Prof.Dr.Zöllner: "Schulhelfer, Sonder-
pädagogen und Betreuungspersonen sind Hoffnungsträger für so viele Menschen. Sie sind Rettungsanker aus der ewigen Stummheit, aus der Einigelung in eine eigene Welt und Wegweiser und Begleiter in ein freieres, selbstbestimmtes Leben."

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